AmtshilfeProzess-Check

1. Sehen

Welchen Prozess schauen wir uns an? Nur einen. Der, der am meisten nervt, ist meistens der richtige.

Keine Namen von Beschäftigten oder Bürgerinnen und Bürgern eintragen, Rollen reichen. Es wird ohnehin nichts gespeichert.

2. Verstehen

Menschen wollen keinen Bescheid. Sie wollen in ihrer Lage einen Schritt weiterkommen. Schreiben Sie die Job Story aus Sicht der Person, für die der Prozess da ist.

Wenn ich …

die Situation, in der die Person steckt

möchte ich …

was sie erreichen will, funktional

damit ich …

wie es sich anfühlen soll und wie sie dastehen will, emotional und sozial

Woran scheitert das heute?

der häufigste Grund für Rückfragen, Abbrüche oder Ärger

3. Ist-Ablauf

Wie läuft es heute wirklich, vom Auslöser bis zum Ende? Jeden Schritt eintragen, dann markieren, was auf ihn zutrifft. Fragen Sie die Person, die es täglich macht, nicht die, die es beschrieben hat.

Noch kein Schritt. Erster Schritt ist meist der Eingang.

Markierungen: digital läuft ohne Papier · Medienbruch wird gedruckt, gescannt, abgetippt · Wartezeit Vorgang liegt länger als ein Tag · nur eine Person kann das sonst niemand im Haus

4. Prüfen

Die drei Fragen der Aufgabenkritik, je Schritt. Ehrlich antworten, nicht verteidigen. Was nach dieser Runde als verzichtbar markiert ist, fehlt im Soll.

Erst Schritte im Ist-Ablauf anlegen.

5. Soll auf der grünen Wiese

So, als gäbe es noch kein Formular und keine Zuständigkeitsgrenze. Die verzichtbaren Schritte sind weg. Markieren Sie jetzt, was digital laufen soll, und ergänzen Sie, was fehlt.

0Schritte heute
0Schritte im Soll
0Medienbrüche heute
0digital im Soll
Was ändert sich für die Person aus Schritt 2?

6. Erproben

Kein Konzept, kein Jahresplan. Eine Annahme, ein kleiner Versuch, ein Datum, an dem man ehrlich hinsieht.

Welche Annahme muss stimmen, damit das Soll funktioniert?
Woran merken wir nach sechs Wochen, ob sie stimmt?

Vermerk

Fertig zum Kopieren in Ihre Vorlage, Ihr Protokoll oder eine Mail. Danach Fenster schließen; hier bleibt nichts zurück.

Alles bleibt im Browserfenster. Beim Neuladen ist es weg. Für den Alltag im Haus braucht es ein Werkzeug, das Prozesse dauerhaft führt; dieses hier zeigt den Weg für einen.

So geht es

Der Prozess-Check führt eine kleine Runde in sechs Schritten durch einen einzelnen Prozess, von der Frage, für wen er da ist, bis zu einem Versuch, der nächste Woche starten kann. Rechnen Sie mit 45 bis 90 Minuten, am besten mit den Menschen am Tisch, die den Prozess täglich machen.

Erst verstehen, dann gestalten, dann digitalisieren. Wer einen schlechten Prozess digitalisiert, hat hinterher einen schlechten digitalen Prozess.

Keine Anmeldung, keine Cookies, nichts verlässt Ihr Gerät. Bitte keine Namen von Beschäftigten oder Bürgerinnen und Bürgern eintragen.